Die Musik verstummte abrupt auf einem hohen Ton. Adrian hob sein Glas – dasselbe, das eine Sekunde zuvor Magdalena gehört hatte.
Die Handschellen schnappten zu. Während sie ihn abführten, warf Adrian einen Blick über die Schulter. „Du hättest es dir bequemer machen sollen.“ Magdalena sah ihm in die Augen. „Und du hättest mein Glas nicht anfassen sollen.“
Er antwortete nicht. Krzysztof stand daneben und lehnte sich an den Tisch. „Magdalena …“ Sie nahm seine Hand. „Papa … es ist alles vorbei.“
Er nickte. Stefan trat näher. „Ich hatte Angst, du würdest mir nicht glauben.“ „Du hast mir das Leben gerettet“, sagte sie. Sie sah sich im Raum um.
Die Gäste standen schweigend da. Die Hochzeitstorte blieb unberührt. Die weißen Blumen auf den Tischen wirkten fremd. Magdalena nahm ihren Schleier ab.
Und zum ersten Mal an diesem Abend empfand sie keine Angst, sondern Erleichterung. Diese Geschichte endete nicht mit einer Hochzeit, sondern mit Freiheit.
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