Ajaccio: Mann mit Messer von Polizei erschossen

Ein Polizist unter Bedrohung

Laut Staatsanwaltschaft fuhr der Mann demnach „mit einem Roller von der Ringstraße los und steuerte dann den Cours Napoléon an“. Er soll „in einer Bar eine erste Auseinandersetzung gehabt haben“, bei der möglicherweise jemand verletzt wurde, und ihm sei dann der Zutritt zur Bar verweigert worden, „während er ein Messer fuchtelte“.

Nach einer zweiten Auseinandersetzung, diesmal in einer anderen Bar am Cours Napoléon, schritt die Polizei ein, wie Nicolas Septe berichtete. Die Beamten versuchten daraufhin, den Mann zu überwältigen und setzten offenbar ein oder zwei Taser-Schüsse ein, jedoch ohne Erfolg. Der Mann soll daraufhin einen der Beamten mit einem Messer bedroht haben.

Ein Kollege des bedrohten Polizisten schoss dreimal mit seiner Dienstwaffe auf den Mann und verletzte ihn tödlich in der Brust. Laut Staatsanwaltschaft wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung eingeleitet.

Laurent Nuñez fordert die Präfekten auf, die „Straßenpatrouillen zu verstärken“.

„Ich saß mit meinem Angestellten auf der Terrasse“, sagte Anthony Bezard, Inhaber einer Konditorei am Cours Napoléon, gegenüber AFP. „Ich sah einen Mann mit einem Messer über meinen Kopf hinwegfliegen, ich schaffte es, ihn ein wenig wegzustoßen, und als ich hinüberging, schlug ein Mann ihn mit einem Stuhl, er fiel zu Boden und wurde erschossen.“

Der Bürgermeister von Ajaccio, Stéphane Sbraggia, gab an, dass der Mann aus dem Stadtteil Sainte-Lucie stamme, wo „wir auch ein Treffen mit der Bevölkerung organisiert haben, um das Bewusstsein für die Problematik der Obdachlosigkeit und die Probleme von Personen zu schärfen, die aufgrund ihrer psychischen Gesundheit ein Risiko darstellen“.

Auf seinem X-Account verkündete der Innenminister, er habe die „Präfekten und Direktoren aufgefordert, die Patrouillen auf den öffentlichen Straßen zu verstärken“. „Vielen Dank an die Polizeibeamten von Ajaccio für ihre schnelle Reaktion; dank ihres Handelns konnte die Bedrohung beseitigt werden“, schloss er.

 

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