Die Musik verstummte abrupt auf einem hohen Ton. Adrian hob sein Glas – dasselbe, das eine Sekunde zuvor Magdalena gehört hatte.
„Ich habe nur dem Schicksal geholfen“, erwiderte Adrian ruhig. „Und dann habe ich euch allen geholfen.“ Magdalena spürte, wie ihre Knie weich wurden. „Warum?“ Er sah ihr direkt in die Augen. „Geld. Verträge. Die Firma deines Vaters. Und du – auch.“
„Hast du mich aus geschäftlichen Gründen geheiratet?“ „Um die Kontrolle zu behalten.“ Draußen heulte irgendwo eine Krankenwagensirene. Adrian verzog das Gesicht. „Der Cocktail war wohl stärker als geplant.“
„Was war das?“, fragte Krzysztof. „Ein Beruhigungsmittel. In einer kleinen Dosis – eine Entgiftung. In einer größeren Dosis …“ Er zuckte mit den Achseln. Magdalena schloss kurz die Augen. Dann öffnete sie sie wieder. „Wolltest du, dass ich das Bewusstsein verliere?“
„Sie sollten sich doch ‚unwohl fühlen‘“, erwiderte er. „Und morgen unterschreiben Sie die Papiere. Sie sind schon fertig.“ „Welche Papiere?“ „Aktienübertragung. Vollmacht.“ In diesem Moment öffnete sich die Tür.
Die Sanitäter stürmten ins Zimmer. „Wo ist der Patient?“, fragte Stefan und zeigte auf eine Stelle. „Hier.“ Adrian versuchte aufzustehen.
„Das ist nicht nötig …“ Er beendete den Satz nicht – er wich erneut zurück. Einer der Sanitäter kniete sich neben ihn. „Was haben Sie genommen?“ Adrian sah Magdalena an.
„Fragen Sie Ihre Frau.“ „Ich habe ihm nichts in sein Getränk getan“, sagte sie eiskalt. „Er hat sein Getränk selbst getrunken.“ Der Sanitäter runzelte die Stirn. „Die Polizei ist unterwegs.“ Magdalena richtete sich auf.
„Sehr gut.“ Adrian lachte leise und schwach. „Glaubst du, du hast gewonnen?“ „Nein“, antwortete sie. „Ich glaube, ich habe überlebt.“ Wenige Minuten später traf die Polizei ein.
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