„Bitte…“, flüsterte sie. „Es bewegt sich da drin. Rufen Sie einen Krankenwagen.“
Ihr Mann blickte sie gereizt an.
„Hör auf damit. Und ruf niemanden an.“
Am Morgen war ihr Mann zur Arbeit gegangen und hatte Anna allein gelassen. Bis zum Mittag war ihr Bauch so stark angeschwollen, dass sie aussah, als wäre sie im letzten Schwangerschaftsmonat. Sie schaffte es gerade noch so zum Spiegel, hob ihr Nachthemd und erstarrte.
Unter der Haut waren langsame Bewegungen sichtbar.
Es klopfte an der Tür. Eine Nachbarin brachte Essen, aber als sie Annas Stöhnen hörte, rief sie selbst einen Krankenwagen.
Der Arzt untersuchte ihren Bauch, verstummte und tastete sie dann erneut ab. Sein Gesicht verfinsterte sich.
„Wie hast du es überhaupt geschafft, diesen Tag zu erleben?“, sagte er leise.
Anna wurde ins Krankenhaus gebracht und sofort in den Operationssaal geführt.
Als der Chirurg ihren Bauch öffnete, erstarrte er einen Moment lang angesichts dessen, was er sah.
Als der Chirurg ihren Bauch öffnete, hielt er inne. Darin befand sich ein riesiger Abszess – eine fortgeschrittene eitrige Geschwulst, die über Jahre gewachsen war. Sie drückte auf die Organe und verursachte ein Gefühl von Bewegung.
„Das konnte sich nicht in einem Monat oder gar einem Jahr entwickeln“, sagte der Chirurg später. „Es hat mindestens mehrere Jahre gedauert. Das ist unmöglich zu übersehen.“
Anna überlebte wie durch ein Wunder. Die Ärzte sagten ihr ganz unmissverständlich: Noch ein bisschen mehr und es wäre zu einem Riss gekommen.
Ein paar Tage später kam ein anderer Arzt zu ihr und fragte leise:
ADVERTISEMENT