Frischkaese-Kekse: Natuerliche Feinde in der Kueche

Ich kapituliere, gebe auf, schwenke die weisse Fahne. Es ist nicht lange her, da versuchte ich erfolglos, Kekse mit einer Masse aus Schoko-Frischkaese zu fuellen. Zu gut erinnere ich mich noch daran, wie mir die viel zu fluessige Fuellung an den grobmotorischen Wurstfingern herunterlief und es sich  in den Aermeln meines Oberteils gemuetlich machte. Noch viel besser erinnere ich mich an die seltsamen Blicke des Hermes-Boten  an der Haustuer und spaeter dann die Feststellung vor dem Badezimmerspiegel, dass etwas von der braunen Matsche offensichtlich auch in meinem Haar gelandet war. Seitdem habe ich Rezepte fuer gefuellte Kekse gemieden wie Graf Dracula den Knoblauch. Da die Zeit bekanntlich alle Wunden heilt und ich mein Frischkaese-Trauma so gut wie ueberwunden glaubte, gab ich den Kullerkeksen gestern tatsaechlich eine weitere Chance. Voller Elan, voller Vorfreude und mit einem anderen Rezept bewaffnet. Watt soll ich sagen – es ging erneut in die Buex. Ich habe keinen Schimmer, wie ich eine nicht sehr feste Fuellung in einem Keks unterbringen soll, ohne dass sich die Masse  sofort wieder vom Acker macht, sobald ich Ihr den Ruecken zudrehe.

Nachdem ich die misslungene Fuhre Kekse aus dem Backofen holte, war mir  danach, mich in die Zimmerecke zu setzen und einen Daumen in den Mund zu stecken. Stattdessen stand ich auf, klopfte mir den Staub von den Klamotten und stieg wieder aufs Pferd ging an den Herd zurueck , um eine weitere Ladung Kekse zu basteln. Komplett ohne Fuellung. Aber trotzdem mit Frischkaese. Das hat es nun davon, das bloede Zeug.

ZUTATEN

Verpassen Sie nicht die Fortsetzung auf der nächsten Seite

ADVERTISEMENT

Leave a Comment