Emmanuel Macron brauchte 22 Stunden, um sich für die Wiederernennung von Sébastien Lecornu als Premierminister zu entscheiden. Er setzt dabei auf eine noch nicht endgültige Vereinbarung, wonach die Sozialistische Partei (PS) die Regierung nicht rügen und die Republikaner (LR) sich beteiligen werden.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Sébastien Lecornu am Freitag erneut zum Premierminister ernannt, wie der Élysée-Palast in einer Erklärung mitteilte. Lecornu, der bereits Anfang September einmal zum Premierminister ernannt worden war, war am Montag überraschend zurückgetreten, nachdem er zu dem Schluss gekommen war, dass die Bedingungen für seine Rolle im Amt nicht mehr angemessen seien. Am Freitagabend um 22 Uhr stellte der Élysée-Palast klar, dass der Präsident dem Premierminister freie Hand bei der Zusammenstellung seiner künftigen Regierung gelassen habe. Diese Erklärung erinnert an die vorherige Regierung, die stark von Macron-Anhängern beeinflusst war, angefangen mit der Ernennung von Bruno Le Maire zum Verteidigungsminister. Dies war eine persönliche Entscheidung von Emmanuel Macron.
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