„Steh auf. Sofort.“ Im Wohnzimmer war ein Rascheln zu hören – kein knarrendes Bett, kein Stöhnen, nur eine schnelle, gereizte Bewegung.
Sie sah Natalia an. „Glaubst du, du hast gewonnen?“ Natalia zögerte einen Moment. „Nein. Ich habe einfach aufgehört, mich zu erklären.“ Krystyna lächelte – nicht mehr selbstsicher.
„Du warst schon immer gefährlich“, sagte sie leise. „Nein“, erwiderte Natalia. „Ich schweige nur nicht mehr.“ Am nächsten Tag reiste Krystyna ab. Ohne Aufsehen zu erregen. Mit einem Koffer, der für eine gelähmte Frau viel zu schnell gepackt war. Tomasz half schweigend, die Koffer ins Taxi zu laden.
Als der Wagen um die Ecke verschwunden war, blieb er lange stehen und starrte ins Leere. „Es tut mir leid“, sagte er schließlich. Natalia schwieg. „Ich hätte dir glauben sollen.“ „Du hättest wenigstens zweifeln sollen“, erwiderte sie ruhig.
Er nickte. „Ich hatte Angst. Es war einfacher zu denken, dass du das Problem bist.“ „Es ist immer einfacher.“ „Willst du gehen?“ Sie sah ihn aufmerksam an.
ADVERTISEMENT