Warum das McDonald’s in Sedona türkisfarbene Bögen hat und was das über den Erhalt der natürlichen Schönheit aussagt

Sollten Sie jemals durch die magische Wüstenstadt Sedona in Arizona wandern, gibt es etwas, das Sie auf keinen Fall verpassen dürfen – und es sind nicht nur die hoch aufragenden roten Felsen oder die friedlichen Energiezentren. Es ist etwas viel Unerwarteteres. An der Ecke des Highway 89A, eingebettet zwischen rostfarbenen Klippen und unter dem strahlend blauen Wüstenhimmel, entdecken Sie einen McDonald’s, der weltweit einzigartig ist.

Ganz genau – anstelle der berühmten goldenen Bögen, mit denen wir alle aufgewachsen sind, prangt bei diesem McDonald’s ein auffälliger türkisblauer Bogen.

Vielleicht fragen Sie sich: Warum Türkis? Warum sollte die bekannteste Marke der Welt ihre charakteristische Farbe aufgeben? Wie sich herausstellt, ist die Antwort nicht nur eine interessante Tatsache, sondern eine Geschichte von Kompromissbereitschaft, lokalem Stolz und tiefem Respekt vor der Natur, die es wert ist, erzählt zu werden.

Und ja, es ist auch eine Geschichte, die die Aufmerksamkeit von Reisenden, Fast-Food-Liebhabern und Fans des skurrilen Amerikas im ganzen Land auf sich gezogen hat.

Der einzige McDonald’s mit blauen Bögen – Eine Geschichte aus dem Red Rock Country
Sedona ist keine gewöhnliche Stadt. Im Herzen Nordarizonas gelegen, ist sie von dramatischen roten Felsformationen umgeben, die im Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu leuchten scheinen. Die Stadt hat ihre Identität um diese atemberaubende Naturkulisse herum aufgebaut. Einwohner, Stadtbeamte und Geschäftsleute haben sich gleichermaßen dafür eingesetzt, diese einzigartige Ästhetik zu bewahren, und dazu gehört auch das Erscheinungsbild der Gebäude.

Als McDonald’s Anfang der 1990er Jahre anklopfte, in der Hoffnung, eine neue Filiale in der Stadt zu eröffnen, standen sie vor einer ernsthaften gestalterischen Herausforderung.

In Sedona galten strenge Richtlinien. Gebäude mussten sich in die Wüstenlandschaft einfügen. Keine grellen Lichter. Keine leuchtenden, kräftigen Farben. Alles – von den Dächern bis zu den Schildern – musste die natürliche Kulisse ergänzen.

Selbstverständlich haben es die legendären goldenen Bögen nicht in die engere Auswahl geschafft.

Stadtplaner und Anwohner befürchteten, das Gelb würde zu stark mit den erdigen Rot- und Brauntönen der umliegenden Felsen kontrastieren. Sedona wollte auf keinen Fall ein grelles Symbol, das in der friedlichen Wüstenlandschaft völlig deplatziert wirkte.

Eine neue Farbe für einen alten Klassiker: Warum Türkis gewählt wurde
Nach eingehender Diskussion fiel die Lösung auf Türkis – einen kühlen, beruhigenden Blaugrünton, der nicht nur die Präsenz der Fast-Food-Kette abmilderte, sondern auch eine kulturelle Bedeutung besaß.

Türkis wird seit Langem mit dem Südwesten der USA in Verbindung gebracht. Indianerstämme wie die Navajo und Hopi verwenden ihn seit Jahrhunderten für Schmuck, Kunst und Zeremonialgegenstände. Es ist eine Farbe, die mit dem Land, der Geschichte und dem Geist der Wüste verbunden ist.

Es ergab also Sinn – wenn irgendeine Farbe Gold ersetzen sollte, dann Türkis.

1993 stimmte McDonald’s dem Kompromiss zu. Das Gebäude wurde in niedrigen, erdigen Tönen gestaltet, um sich in die Lehmziegelarchitektur von Sedona einzufügen, und anstelle des klassischen Gelbs erhielten die Bögen den mittlerweile berühmten türkisfarbenen Farbton.

Es war das erste – und bis heute einzige – McDonald’s-Restaurant weltweit, das eine solche Änderung vornahm.

Einheimische und Touristen gleichermaßen verliebten sich in die Veränderung.
Man könnte meinen, dass die Veränderung eines so ikonischen Produkts wie der goldenen Bögen zu Gegenreaktionen oder Verwirrung führen würde. Doch das Gegenteil war der Fall.

Die türkisfarbenen Bögen wurden zu einem lokalen Schatz.

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