Wenn Hausbesitzer über einen Zaun nachdenken, stehen meist praktische Aspekte im Vordergrund: Haustiere im Garten halten, Eindringlinge abschrecken, Grundstücksgrenzen markieren oder einfach mehr Privatsphäre schaffen. Doch es gibt eine einfache – und oft übersehene – Regel, die entscheidend dafür sein kann, wie der Zaun von den Nachbarn, der Gemeinde und sogar potenziellen Käufern aufgenommen wird.
Achten Sie immer darauf, dass die „gute Seite“ des Zauns nach außen zeigt – zu Ihrem Nachbarn.
Es mag wie ein unbedeutendes Detail erscheinen, aber die Ausrichtung Ihres Zauns hat eine viel größere Bedeutung, als Sie vielleicht denken. Von der Harmonie in der Nachbarschaft bis hin zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen – diese eine wohlüberlegte Entscheidung kann Ihnen später viel Ärger ersparen.
Was bedeutet die „gute Seite“ eines Zauns?
Beim Bau eines Zauns, insbesondere eines Holz- oder Vinylzauns, ist in der Regel eine Seite ansprechender gestaltet – mit glatten Paneelen, klaren Linien und ohne sichtbare Pfosten oder Riegel. Die andere Seite, oft als „Rückseite“ oder „Tragseite“ bezeichnet, zeigt üblicherweise die Trägerbalken, Befestigungselemente oder Rahmenelemente.
Die „schöne Seite“ ist diejenige, die fertig aussieht. Und sowohl den gesellschaftlichen Umgangsformen als auch den Bauvorschriften in vielen Gegenden zufolge sollte diese Seite von Ihrem Grundstück abgewandt sein – zum Nachbarn oder, falls zutreffend, zur Straße hin.
1. Es ist ein Zeichen des Respekts gegenüber Ihren Nachbarn.
Zäune können mehr als nur Grundstücke trennen – sie können auch Menschen entzweien.
Wenn Sie die fertige Seite dem Nachbarn zuwenden, ist das eine kleine Geste der Höflichkeit, die Folgendes aussagt:
„Mir ist wichtig, wie sich das auf dich auswirkt.“
Diese Rücksichtnahme kann dazu beitragen, Groll oder Streitigkeiten zu vermeiden, insbesondere wenn Ihr Nachbar von Anfang an nicht begeistert vom Zaun war. Selbst wenn Sie den Zaun komplett selbst bezahlt haben, zeugt es von Reife, Freundlichkeit und dem Bemühen um ein gutes Verhältnis, wenn Sie die ansprechende Seite des Zauns zu ihm hin ausrichten.
Und in eng verbundenen Gemeinschaften oder Vorstadtsiedlungen hat eine solche nachbarschaftliche Geste eine große Wirkung.
Andererseits kann es als passiv-aggressiv – oder sogar absichtlich unhöflich – aufgefasst werden, wenn man die raue, unfertige Seite eines Zauns dem Nachbarn zuwendet. Diese eine Gestaltungsentscheidung kann das Verhältnis zum Nachbarn jahrelang belasten.
2. An vielen Orten ist es gesetzlich vorgeschrieben.
Hierbei geht es nicht nur um Höflichkeit – viele örtliche Bauvorschriften schreiben gesetzlich vor, dass die fertige Seite eines Zauns nach außen zeigen muss .
Diese Verordnungen dienen dazu, das Erscheinungsbild von Wohngebieten zu erhalten und unnötige Konflikte zwischen Nachbarn zu vermeiden. Je nach Wohnort kann die Nichteinhaltung folgende Konsequenzen haben:
Geldstrafen
Offizielle Beschwerden
Anweisung zum fachgerechten Wiederaufbau des Zauns – auf eigene Kosten
Bevor Sie irgendetwas installieren, ist es unerlässlich, sich bei Ihrer örtlichen Gemeinde, dem Bauamt oder der Hausbesitzervereinigung (HOA) zu erkundigen , welche Vorschriften für die Ausrichtung und den Bau von Zäunen in Ihrer Gegend gelten.
3. Es verbessert die Attraktivität Ihres Hauses von der Straße aus.
Auch wenn Sie nicht planen, Ihr Haus in naher Zukunft zu verkaufen, spielt der Eindruck von der Straße aus eine Rolle. Die Ausrichtung Ihres Zauns trägt wesentlich zum Gesamteindruck Ihres Grundstücks bei.
Wenn die attraktive Seite des Zauns nach außen zeigt:
Ihr Zuhause wirkt gepflegter und besser instand gehalten.
Es vermittelt die Botschaft, dass Sie stolz auf Ihr Eigentum sind.
Es kann den Wiederverkaufswert steigern und zukünftige Käufer anlocken.
Sind die Stützbalken oder die groben Paneele von der Straße aus sichtbar, kann dies den Eindruck einer übereilten, unvollständigen oder gar nachlässigen Installation erwecken.
Und falls Sie sich jemals dazu entschließen sollten, Ihr Haus zu verkaufen, werden potenzielle Käufer – und deren Gutachter – dies mit Sicherheit bemerken.
4. Doppelseitige Zäune: Eine Win-Win-Option
Wenn Ihnen die Ästhetik auf beiden Seiten des Zauns wichtig ist – und wem würde das nicht wichtig sein? – sollten Sie die Installation eines doppelseitigen Zauns (auch bekannt als „nachbarfreundlicher“ Zaun oder „guter-Nachbar“-Zaun) in Erwägung ziehen.
Diese Zäune sind so gestaltet, dass sie von beiden Seiten gleich aussehen, üblicherweise mit abwechselnden Brettern oder Paneelen. Sie sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, bieten aber folgende Vorteile:
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