Reduzierung der Entzündung
Chronische Entzündungen stehen im Zusammenhang mit vielen modernen Krankheiten wie Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs, Arthritis und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Kältetherapie kann die allgemeine Entzündungsaktivität im Körper reduzieren. Eine Studie mit 85- bis 110-Jährigen zeigte, dass niedrige Entzündungswerte die Überlebensrate und die kognitive Leistungsfähigkeit positiv beeinflussten. Die Reduzierung von Entzündungen könnte daher das Leben verlängern und das Risiko chronischer Erkrankungen senken.
Noradrenalin hemmt Entzündungsprozesse, indem es den Spiegel von TNF-alpha senkt, einem Protein, das an nahezu allen menschlichen Erkrankungen beteiligt ist. Es reduziert außerdem andere Entzündungsmoleküle wie MIP-1alpha. Darüber hinaus bewirkt die Senkung der Körpertemperatur eine Verengung der Blutgefäße, was ebenfalls zur Reduzierung von Entzündungsmarkern beitragen kann.
Stärkung des Immunsystems
Ein weiterer überraschender Vorteil kalter Duschen ist die Stärkung des Immunsystems. Eine Studie zeigte, dass dreimal wöchentliches Eintauchen in 13,9 °C kaltes Wasser für eine Stunde über sechs Wochen die Anzahl der Lymphozyten erhöht – jener weißen Blutkörperchen, die Bakterien, Viren und Toxine bekämpfen. Eine andere Studie ergab, dass Schwimmen im Winter das Risiko von Atemwegsinfektionen um 40 % reduziert.
Verbesserte mentale Widerstandsfähigkeit
Kalte Duschen erfordern eine gewisse mentale Stärke, da nur wenige Menschen Kälte mögen. Die Überwindung dieses Unbehagens kann jedoch die Toleranz gegenüber unangenehmen Situationen verbessern und helfen, den Alltagsstress besser zu bewältigen. Wim Hof, ein Extremsportler mit dem Spitznamen „Iceman“, ist ein überzeugter Verfechter der Kälteexposition zur Stärkung der mentalen Widerstandsfähigkeit.