Einer Studie des Thinktanks Forum Vies Mobile zum Thema Firmenwagen zufolge erscheint die Beibehaltung der aktuellen Politik in diesem Bereich weder finanziell tragfähig noch sozial vertretbar noch ökologisch sinnvoll. Die SNCF nutzt diese Gelegenheit, um ihre Idee eines „Firmen-TGV“ (Hochgeschwindigkeitszugs) wieder aufzugreifen.
Dies ist ein heikles Thema: Ist der Firmenwagen, der in vielen Unternehmen eine Form der Vergütung darstellt, insbesondere für Führungskräfte, heute noch finanziell, sozial und ökologisch zeitgemäß? Man sollte bedenken, dass derzeit 3 bis 4 % des französischen Fahrzeugbestands aus solchen Fahrzeugen bestehen, was 1,5 Millionen Autos auf den Straßen entspricht (fast ein Viertel der jährlichen Neuzulassungen).
Einer Studie des Thinktanks Forum Vies Mobile zufolge lautet die Antwort eindeutig Nein. „Dieses System verursacht jährliche Ausgaben von rund 15 Milliarden Euro für Unternehmen und einen jährlichen Verlust von 1,8 Milliarden Euro an Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen für die öffentlichen Finanzen. Allein die explizite Förderung von Elektro-Firmenwagen beläuft sich auf 850 Millionen Euro – mehr als das Doppelte des Budgets für Sozialleasing “, heißt es in der Studie.
„Die Nutzungsanalyse offenbart vor allem eine große Diskrepanz: 70 % der mit einem Firmenwagen zurückgelegten Kilometer werden privat genutzt. Die durchschnittliche berufliche Fahrleistung ist gering (ca. 5.200 km pro Jahr), was bedeutet, dass viele Leistungsempfänger das Fahrzeug nur geringfügig für ihre Arbeit benötigen, während andere Berufsgruppen, die stark auf das Auto angewiesen sind (Haushaltshilfen, Arbeiter, Handwerker), keinen Zugang dazu haben.“
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