Viele hochwertige Fahrzeuge werden häufig für private Zwecke genutzt: Eine Studie kritisiert Firmenwagen, die weit von den tatsächlichen Bedürfnissen entfernt sind.

Für einen kleinen Kreis von Mitarbeitern reserviert.
Da Firmenwagen einer kleinen Elite von Mitarbeitern vorbehalten sind, sind „50 % der Nutznießer Führungskräfte, 75 % Männer, und die reichsten 10 % erhalten zehnmal häufiger einen als die ärmsten“, so die Studie. „Die Vergabe von Firmenwagen folgt somit primär einer statusbasierten und sozialen Logik, die weit von den tatsächlichen Bedürfnissen entfernt ist“, schließen die Autoren.

Laut Forum Vies Mobile sind Firmenwagen aufgrund dieses Profils ebenfalls überdimensioniert. „Aus industrieller Sicht hat sich der Firmenwagen zu einer Säule des Premium-Automobilmarktes entwickelt und lenkt das Angebot hin zu schweren, teuren und oft überdimensionierten Fahrzeugen.“ So werden laut der Studie 70 % der Oberklasse-Limousinen von Unternehmen gekauft, verglichen mit nur 30 % von Privatpersonen. Dies geht mitunter sogar noch weiter, denn laut den Autoren wurden vier der fünf Ferrari Daytonas und sieben der elf Bentley Bentaygas, die 2024 in Frankreich verkauft wurden, als Firmenwagen abgesetzt, was einige Fragen aufwirft.

„Aus ökologischer Sicht wird seine Rolle als Treiber des Übergangs weitgehend überschätzt: Die Elektrifizierung der Fahrzeugflotten schreitet langsam voran, und die freie Nutzung fördert intensive Praktiken, die die Umweltgewinne stark reduzieren“, heißt es in dem Bericht weiter.
80 % der im letzten Jahr in Frankreich verkauften Ferrari Daytonas waren Firmenwagen…
Abschließend lässt sich festhalten: „Angesichts dieser Beobachtungen erscheint die Beibehaltung der aktuellen Politik weder finanziell tragfähig noch sozial vertretbar noch ökologisch sinnvoll. Das Forum Vies Mobiles schlägt eine einfache und klare Maßnahme vor: Firmenwagen sollten nur noch Fahrzeuge mit einem Wert von unter 25.000 Euro zur Verfügung stehen, um das System wieder auf die tatsächlichen Bedürfnisse auszurichten.“

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