Es bleibt festzuhalten, dass Firmenwagen zwar „weitgehend unabhängig von den tatsächlichen beruflichen Mobilitätsbedürfnissen“ sind, aber dennoch ein Schlüsselelement bei der Gewinnung und Bindung von Führungskräften darstellen. Daher fällt es dem Management schwer, auf dieses Instrument zu verzichten, trotz alternativer Ansätze. Diese Ansätze werden insbesondere von Alain Krakovitch, Direktor von TGV/Intercités bei SNCF Voyageurs, mit seinem Konzept des „Firmen-TGV“ unterstützt.
Das Prinzip? „Die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen für Firmenwagen sollen auf Bahnreisen und damit verbundene Mobilitätszulagen ausgeweitet werden, indem ein geldwerter Vorteil für Fernreisen mit der Bahn eingeführt wird“, erklärt der Beamte. „Firmenwagen sind eine ökologische Anomalie und eine soziale Ungerechtigkeit. Eine ökologische Anomalie, weil die Steuerfreiheit dieses geldwerten Vorteils ein umweltschädliches System finanziert – und das in einer Zeit, in der Dekarbonisierung unerlässlich ist. Eine soziale Ungerechtigkeit, weil Firmenwagen gesetzlich vorgeschrieben und daher sehr oft Führungskräften vorbehalten sind“, erklärt er.
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