Was die Ermittler zum siebten Jahrestag des Verschwindens sagen
Insgesamt sind seit Rebeccas Verschwinden 3.500 Hinweise aus der Bervölkerung eingegangen. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Allein seit einem erneuten Großeinsatz der Polizei in Brandenburg im vergangenen Herbst seien 150 Hinweise dazu gekommen, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Alan Bauer. “Es gehen regelmäßig weitere Hinweise ein.”
Die Ermittler gehen schon seit langem davon aus, dass Rebecca getötet wurde. Im vergangenen Oktober hatte die Polizei mit Leichenspürhunden, Drohnen, einem Bodenradar und einem kleinen Bagger zwei Grundstücke ein Grundstück in Tauche im Brandenburger Landkreis Oder-Spree durchsucht. Es gehörte den Großeltern von Rebeccas Schwager, den Polizei und Staatsanwaltschaft für den Hauptverdächtigen halten. Kurz darauf wurde auch ein Grundstück in Herzberg durchsucht. Die Ermittler sahen Anhaltspunkte dafür, dass die Jugendliche getötet und ihre Leiche sowie persönliche Gegenstände zumindest vorübergehend auf das Grundstück der Großeltern des Schwagers in Tauche im Landkreis Oder-Spree gebracht worden sein könnten.
Der Einsatz mitsamt der damals angekündigten Auswertung der sichergestellten Spuren hat bislang nichts ergeben, was die Ermittler bekanntgeben können oder wollen. Auf rbb-Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft vergangene Woche mit, es gebe “derzeit keinen neuen mitteilungsfähigen Sachstand in dem Verfahren”. Ein Interview könne man “aufgrund der noch laufenden Ermittlungen – deren Gefährdung weiterhin zu besorgen ist – leider nicht anbieten”, hieß es. Polizei und Staatsanwaltschaft befürchten also, mit der Bekanntgabe von Informationen ihre eigene Arbeit zu torpedieren.
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