Durchsuchungen in Oder-Spree
Schaulustige behindern im Fall Rebecca die Ermittlungen
Archivbild: Polizisten stehen auf einem Grundstück in Tauche (Landkreis Oder-Spree). Im Fall der seit mehr als sechs Jahren vermissten Rebecca aus Berlin-Neukölln sucht die Polizei auf einem Grundstück in Brandenburg nach Beweismitteln wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. (Quelle: dpa/Gateau)
Was man über die Umstände des Verschwindens weiß
Der 18. Februar 2019 ist der Tag, an dem Rebecca verschwindet. Die 15-Jährige muss erst um 9:50 Uhr zur Schule und hat nach Darstellung der Familie bei ihrer Schwester Jessica, ihrer kleinen Nichte und ihrem Schwager im Neuköllner Ortsteil Britz auf dem Sofa übernachtet.
Die Schwester geht an diesem Tag mit ihrer Tochter schon früh aus dem Haus. Rebeccas Schwager kommt in der Nacht von einer Firmenfeier nach Hause. Er schläft, als seine Frau das Haus verlässt – und zwar nach Angaben von Rebeccas Familie so lange, bis Rebeccas Mutter ihn anruft, weil sie sich Sorgen um ihre Tochter macht. Der Schwager schaut nach und beruhigt seine Schwiegermutter: Rebecca sei nicht mehr da. In der Schule kommt sie jedoch nie an. Ihre Kleider und ihr Rucksack sind weg. Als die Schülerin abends immer noch nicht zu Hause und erreichbar ist, melden Rebeccas Eltern sie bei der Polizei als vermisst. Auch Rebeccas Smartphone ist und bleibt aus. Die Polizei kann später feststellen, dass sich das Handy des Mädchens zwischen sechs und acht Uhr morgens am Tag ihres Verschwindens ein letztes Mal in das Wlan des Hauses von Schwester und Schwager eingeloggt hatte.
Einige Gegenstände fehlten seit dem Verschwinden Rebeccas: ein weißer Kapuzenpullover mit der Aufschrift “Rap Monster”, ein schwarz-weißer Sportschuh, eine beige-rosafarbene Handtasche, ein Rucksack und eine Fleecedecke.
ADVERTISEMENT